Buchrezension: One-to-one Bible reading von David Helm

one-to-one-bible-readingOne-to-one Bible reading ist ein kleines Buch, dass ich in zwei Tagen durchgelesen hatte. Das Thema des Buches ist ziemlich einfach formuliert. Es geht um das schlichte Bibellesen mit anderen.

Der Autor des Buches ist David Helm. Er ist Pastor einer Gemeinde in Chicago, und aufgelegt wurde das Buch im Verlag Matthias Media, die ebenso das wertvolle Buch The Trellis and The Vine herausgebracht haben. Matthias Media ist ein christlicher Buchverlag(in Australien ansässig), der bekannt ist für wertvolle Resourcen zur praktische Zurüstung von Christen.

Dieses Buch One-to-one Bible reading gehört zu dieser wertvollen Sammlung an hilfreichem Material aus diesem Verlagshaus.

Das Buch ist klein und unscheinbar, und der Inhalt scheint nicht gerade spektakulär zu sein. Ich meine, was ist daran besonderes mit jemand anderem die Bibel zu lesen, könnte manch einer denken. Aber genau das ist der Punkt.

Wir suchen oft nach irgendwelchen Programmen und Werkzeugen um Menschen in ihrem Glauben weiter zu bringen, dabei kommen wir nicht auf die einfachste Idee überhaupt. Nämlich, dass wir miteinander die Bibellesen. 

So einfach die Idee erscheint, so wenig wird sie doch umgesetzt und für um so wichtiger halte ich dieses Buch.

Es ist aufgeteilt in 2 große Teile. Der 1. Teil handelt vom Was? Warum? und Wie? des Bibellesens. Der 2.Teil bietet verschiedene Möglichkeiten die Bibel zu lesen.

Helm geht zu Anfang seines Buches auf drei verschiedene Personengruppen ein, mit denen wir die Bibel lesen könnten.

Die erste Möglichkeit ist natürlich die, dass wir mit Menschen die Bibel lesen, die noch nicht glauben, die aber ein grundsätzliches Interesse mitbringen. Das gemeinsame Bibellesen kann hier helfen Bedenken abzubauen und Fragen zu beantworten.

Ebenso gibt es eine weitere Gruppe von Menschen, die am Anfang ihres Glaubenslebens stehen. Diese brauchen Anleitung und Hilfe beim Lesen der Bibel.

Aber auch Christen, die schon weiter sind in ihrem Glauben können einen großen Gewinn daraus ziehen mit jemand anderem die Bibel zu lesen.

Helm sieht ein Problem darin, dass wir über Generationen darauf getrimmt wurden, geistliches Wachstum geschehe in dem man einen Kurs besucht, oder sich für ein Programm einträgt. Und dann schreibt er:

„So erfolgreich einige dieser Kurse auch sein mögen, so verpassen wir vielleicht etwas das  dynamischer und geradeaus richtig für diesen Tag und unsere Zeit ist – etwas das Wachstum im Evangelium wieder mehr mit einbezieht in das tägliche Treiben unserer Beziehungen, statt dass es sich auf laufende Gemeindeprogramm verlässt.“

Dann erklärt Helm was er unter One-to-one Bible reading versteht. Er versteht darunter die einfache Praxis, dass ein Christ sich dazu entscheidet mit jemand anderem in die Bibel zu lesen. Ziel ist dabei sich in regelmäßigen Abständen über ein festgelegte Zeit zu treffen um durch einen Text der Bibel zu lesen und darüber zu sprechen.

Für Helm gibt es vier wichtige Aspekte die das Lesen der Bibel mit sich bringen kann. Rettung für Menschen die noch nicht glauben. Heiligung für Christen, die sich durch das Lesen gegenseitig ermutigen und aufbauen. Auch die Zurüstung für größere Verantwortung im Dienst kann solch ein gemeinsames Bibellesen mit sich bringen. Zuletzt werden durch das gemeinsame Bibellesen Beziehungen vertieft und gefestigt.

Da das Buch an Einfachheit nicht zu unterbieten ist, behandelt es nach den grundsätzlichen Fragen die konkrete Frage: Wie starte ich damit? Und der Ratschlag ist ziemlich klar formuliert. 1. Bete. 2. Lade jemanden ein. 3. Plane ein Treffen. Das 5. Kapitel behandelt dann die Frage, wie solch ein typisches Treffen aussehen könnte. Ob es eine Vorbereitung auf die Treffen braucht oder nicht, was die Vorteile und Nachteile sind, bespricht das 6. Kapitel

Am Ende des ersten Teils bekommt der Leser dann auch noch einen Einblick in die Praxis des Autoren, der von einem Erlebnis berichtet, wie er mit jemand anderem die Bibel gelesen hat.

Der 2.Teil behandelt im groben zwei Arten die Bibel zu lesen. Diese stellt der Autor vor und benennt für welche Personengruppe welche Methode geeignet ist. Darüber bekommt der Leser alle möglichen Ideen und Vorschläge an die Hand, welche Bücher der Bibel, mit welcher Einteilung, am besten sind zu lesen.

Fazit: Mich hat dieses Buch voll und ganz überzeugt. Es hat mir vor Augen geführt wie wichtig diese Praxis für den Bau der Gemeinde ist, und wie wenig ich sie bis jetzt genutzt habe. Ich bin richtig ermutigt und will Gott nun bitten, dass er mir zeigt, mit wem ich zusammen die Bibel lesen kann.