Wie du einen Mentor findest, der dich im Glauben weiterbringt

Als Nachfolger Jesu bist Teilnehmer an einem Wettlauf. Das Ziel ist es den Lauf zu gewinnen. Du sollst auf keinen Fall schlapp machen auf der halben Strecke. Es ist so wichtig, dass du durchhälst um am Ende den Siegespreis zu bekommen.

So beschreibt es der Apostel Paulus in 1.Korinther 9.

Übertragen auf das reale Leben, heißt das:

Jeder Läufer, der bei einer größeren Sportveranstaltung teilnimmt bereitet sich mit einem Trainer auf diesen Lauf vor. Der Trainer motiviert den Läufer, sein Bestes zu geben, um den Lauf zu gewinnen.

Die Notwendigkeit eines Trainers

Die Prinzipien der Wettkampfvorbereitung lassen sich sehr gut auf den Wettlauf übertragen, den wir als Nachfolger Jesu laufen. Vor allen Dingen in den Anfangstagen unseres Laufes, brauchen wir jemanden, der uns anleitet. Wir wissen noch nicht viel über die Feinheiten dieses Wettkampfes und müssen darin belehrt werden, was wichtig ist zu beachten.

Meine Frage an dich ist:

Wer hat dich in den Anfangstagen deiner Nachfolge angeleitet?

Hattest du einen Mentor oder Trainer, der fähig war, dich in deinem Glauben voranzubringen?

Oder bist du ganz von alleine zu dem geworden, der du heute bist?

Die große Not unserer Zeit

In den letzten Jahren habe ich beobachtet, wie groß die Not in diesem Bereich ist. Menschen, die Jesus ernsthaft nachfolgen wollen, haben niemanden, der sie „trainiert“. Jeder muss irgendwie alleine klarkommen. Kaum jemand hat den Blick und investiert sich in andere Nachfolger.

Dir selbst fällt es vielleicht auch schwer, dieser Not zu begegnen. Denn das was andere dir nicht vorgemacht haben, weil du keinen Mentor hattest, kannst du nun auch nicht nachmachen.

Aber was tun wir nun mit diesem Problem? Wir könnten viel Zeit damit verbringen und die vorangehende Generation beschuldigen, aber das würde dir ja nicht helfen. Du brauchst jetzt Hilfestellung in deinem Wettlauf.

Vielleicht helfen dir folgende Dinge…

Drei Dinge, die du wissen solltest

  • Du bist nicht allein. Dir geht es, wie unzähligen anderen Nachfolgern Jesu. Sie haben in ihrem Umfeld niemanden, der sich um sie kümmert. Dies ändert erst einmal nichts an deiner Situation, aber es hilft dir vielleicht zu sehen, dass du kein Einzelfall bist.
  • Du bleibst vielleicht allein. Das muss ich dir leider auch sagen. Leider ist die Suche nach einem Mentor nicht so leicht zu beheben wie die Suche nach dem richtigen Produkt im Supermarkt. Was dir aber Mut machen sollte ist; der Heilige Geist lebt in dir und das ist schon mal das Wichtigste.
  • Du musst dich um dich selbst kümmern. Du kannst niemandem die Schuld dafür geben, dass du dich geistlich gesehen nicht weiter entwickelst. Du bist für dich verantwortlich. Es ist zwar sehr schade, dass du keinen Mentor hattest, aber am Ende wird das als Entschuldigung nicht ausreichen.

Und genau an diesem Punkt fordere ich dich heraus. Es gibt heutzutage sehr gute Möglichkeiten, dass wir uns weiterentwickeln, auch wenn niemand da ist, der uns in einem Eins-zu-Eins-Prozess begleitet.

Nutze die Möglichkeiten, die du hast

Mir fallen folgende Dinge ein.

  1. Blogs und Podcasts. Wir leben in einer Zeit unbegrenzter Möglichkeiten. Im Internet findest du unzählige Mentoren, die dich durch ihre Artikel und Predigten weiterbringen können. Ich persönlich habe sehr viel meiner geistlichen Entwicklung solchen Mentoren zu verdanken. Ich selbst möchte durch meinen Blog diese Funktion für dich erfüllen.
  2. Bücher Ein gut geschriebenes Buch kann dir eine Extra-Portion Power in deinem Wettlauf verleihen. Beim Lesen des Buches, hast du die einmalige Möglichkeit, dem Autor das Buches zuzuhören. Sein Rat kann wertvoller sein, als alles was lebende Mentoren dir vermitteln könnten. Willst du dich in deinem Glauben weiterentwickeln, dann fang an gute geistliche Bücher zu lesen.

Ein lebendes Beispiel ist nicht zu ersetzen

Das möchte ich am Ende dennoch betonen. Das Prinzip der Jüngerschaft, dass Jesus seinen Jüngern beigebracht hat, ist einzigartig und kann nicht ersetzt werden. Deswegen müssen wir an diesem Prinzip festhalten. Wir können es nicht ersetzen, weil wir heute gute andere Möglichkeiten haben.

Ich ermutige dich deswegen: Bete, dass Gott dir jemanden zeigt, der dich in deinem Glauben stärken und voranbringen kann. Ich bin davon überzeugt, dass Gott dir eine solche Person über den Weg schicken kann.

Wenn du jemand bist, der bislang keinen Mentor hatte, der sich aber gut um sich selbst gekümmert hat, möchte ich dich herausfordern. Mache du es besser. Übernimm Verantwortung und kümmere dich um Nachfolger Jesu, die am Anfang ihres Weges stehen.

Frage: Wie hast du dich geistlich weiter entwickelt? Hattest du einen Mentor? Wenn nicht, wie bist du damit umgegangen? Würde mich freuen von dir zu hören.

Comments

  1. Sven says:

    Hallo Danny,

    ich fände es gut, wenn du konkret ein paar Bücher auflisten könntest, die vielleicht gerade für den Anfang eine Hilfe sind. Bei der Vielzahl von Literatur kann man sich ja leicht verrennen.

  2. Hallo Sven, danke für deine Anmerkung. Ich werde sie auf jeden Fall in den nächsten Tagen aufgreifen.

  3. Nate says:

    Hi 🙂
    Ich hatte leider keinen persönlichen Mentor… durch Krankheit fing ich an, mehr die Bibel zu lesen und mir Videopodcasts vom ICF München anzuhören und geistliche Bücher zu lesen. Das alles hat mir geholfen, im Glauben Schritte zu gehen und mich voll auf Gott einzulassen! Jetzt kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen: Gott ist unbeschreiblich!!! Richtig krass, mega und so wie ich es mir nie denken könnte!!!! Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen! Ich liebe IHN <3 und kann gar nicht mehr ohne IHN!!!

    • Hallo Nate,
      danke für dein Zeugnis und die Verherrlichung Gottes in deinem Kommentar. Solche Kommentare, in denen Leser schreiben, wie sie über Gott denken, sind mir die Liebsten. Ich wünsche dir, dass deine Gefühle, wie du sie beschreibst nie aufhören, sondern immer tiefer gehen. Der unbeschreibliche Gott segne dich auf deinem Weg mit IHM.